Die Tatsache, dass Musik sich in jedem Fall auf den Menschen auswirkt der sie hört, ist mittlerweile unumstritten. So werden der Musik die unterschiedlichsten emotionalen und psychologischen Wirkungen auf den Menschen zugeschrieben. Die Palette reicht hier von einer eindeutig nachgewiesenen heilsamen Auswirkung bis hin zu einer destruktiven Wirkung auf den Hörer. Es wird vermutet, dass diese Wirkung der Musik nicht nur auf den Klang als solchen und die Stimmung die dadurch erzeugt wird zurückgeht, sondern dass diese teilweise auch von den kulturellen Rahmenbedingungen einer bestimmten Musikrichtung mitbestimmt wird. So geht beispielsweise mit Rockmusik schon seit jeher eine gewisse Protesthaltung einher. Dieser Einfluss durch kulturelle Hintergründe kann aber nicht eindeutig nachgewiesen werden.
Sicher ist jedoch dass die Musik seit den Anfängen der Menschheit dazu dient, Emotionen zu verstärken, sie auszudrücken und sie zu kanalisieren. Die Musik wurde somit zum Medium psychischer Entlastung und der Verstärkung von sozialer Empathie.
Betrachtungen und Forschung über die Auswirkungen von Musik und Tanz auf das Wohlbefinden des Menschen sind bereits aus der Antike überliefert. So hat sich bereits Hippokrates mit dem Phänomen der Auswirkungen der Musik auf die menschliche Psyche beschäftigt. Auch der Philosoph Plato beschäftigte sich schon wissenschaftlich mit der Musik. Für ihn nimmt die Musik eine besondere Stellung unter den Künsten ein. Laut Platon führt die Musik den Menschen nämlich zu seinen seelischen Urbildern, die er für angeboren hält. Deshalb gilt die Musik heute noch bei vielen Philosophen als Inbegriff der emotionalen Seite der Kognition.
In der Musiktherapie wird Musik gezielt eingesetzt um Stimmungen zu verstärken und um Gefühle zum Ausdruck zu bringen, vor allem um solche zum Ausdruck zu bringen die unterdrückt werden. Dabei wird zwischen rezeptiver Musiktherapie, bei der der Patient zuhört, und zwischen aktiver Musiktherapie, bei der der Patient selbst musiziert.